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Dez 052021
 

Gronau – Ein Abend swingender Jazz live – die Euregio Bigband machte es möglich. Sie hatte einige Gäste
geladen, die munter in ihren Reihen mitmischten und als Quintett den zweiten Teil des Konzertprogramms
gestalteten.

Martin Borck

Die Euregio Bigband unter Leitung von Natalie Schiemann Martin Sasse, Jos Foto: Martin Borck

„Sing, sing, sing“: Der Swing-Hit von Louis Prima aus den 1930er-Jahren wurde durch die knackige Interpretation des Benny-Goodman-Orchestras berühmt. Und wer saß zumindest in den letzten Jahren dieses famosen Orchesters – in der Reihe der Saxofonisten?

Genau: Scott Hamilton. Derselbe Scott Hamilton, der am Sonntagabend als Stargast der Euregio-Bigband in der
Bürgerhalle auftrat. Und bei „Sing, sing, sing“ mitspielte.

Ära der Swing-Bigbands wurde lebendig

Das nach Livemusik lechzende Publikum erlebte ein Konzert, das die große Ära der SwingBigbands aufleben ließ. Ein kompakter Sound, rasantes Tempo wie bei dem Louis-PrimaStück, aber auch pulsberuhigende Tiefe bei den Balladen wie Cole Porters „Night and Day“.

Nicht nur das Kollektiv unter Leitung von Natalie Schiemann verbreitet Wohlklang – auch die solistischen Fähigkeiten der Musiker sind erstaunlich. Bernd Nawrat (Posaune) – um ein Beispiel herauszugreifen – vermittelte große Souveränität in der Ballade „Summer never ends“. Saxofonist Jan Oude Grote Bevelsborg setzte solistisch mehrfach Kontrapunkte zum Sound der Band, zum Beispiel beim Bossa „Softly as in a Summer Sunrise“.

Von pathetischem Schmelz bis zur knisternden Spannung

Mit pathetischem Schmelz vollführten die Musiker den Oktavsprung zu „Over the Rainbow“ –
nun: Das Stück hat auch etwas leicht Kuschelig-Kitschiges. Dafür vermittelte die Interpretation von Adeles „Skyfall“ knisternde Spannung – Sängerin Dina Niehaus versuchte erst gar nicht, Adeles Stimme zu kopieren; ihr gelang dadurch erst recht eine eigenständige Version des Hits, intensiv und dynamisch.

„Blue Bossa“ von Kenny Dorham spielte die Bigband in Gedenken an ihren verstorbenen Vorsitzenden Gert Poltrock, kündigte Moderator Stefan Busch an. Jos Machtel hatte den Bass-Part in der Bigband übernommen. Die anderen Stargäste des Abends, neben Hamilton, Martin Sasse (Piano), Joost van Schaik (Drums) und Bert Boeren (Posaune) – hatten sich immer wieder solistisch und in Duos ins Geschehen eingemischt. Bei „A Night in Tunesia“ standen sie alle mit der Bigband auf der Bühne.

Konzentration stand ins Gesicht geschrieben

Nach 14 Titeln einschließlich Zugabe war der erste Part beendet – den zweiten gestaltete das Martin-Sasse-Trio mit Hamilton und Boeren. Und auch wenn Sasse und Boeren der Qualität der Bigband zurecht Respekt zollten und ohne deren Leistung im geringsten schmälern zu wollen: Da merkte man denn doch den Unterschied zwischen den Voll- und
Halbprofis.

Während den Bigband-Mitgliedern die Konzentration oft ins Gesicht geschrieben stand, sind die Profis eins mit der Musik. Hamilton verschmilzt geradezu mit seinem Instrument. Dazu der geschmeidig-sonore Ton, die Eleganz, mit der die Soli fließen, die Art, wie er die Töne formt, mit ihnen spielt – das hat eine eigene Klasse. Besonders gut zu spüren bei „Pure Imagination“.

Die Quintettformation erlaubte es, genau zu beobachten, wie sich die Musiker die Bälle zuspielten, wie sie aufeinander eingingen. Van Schaiks dezentes Spiel auf Fellen und Becken, Sasses virtuose Klangfarbenspiel, die gezupften und gestrichenen Saiten des Kontrabasses vibrierten dazu und dann shakerte Boeren auch noch bei „Makin‘ Whoopee“ mit der gestopften Posaune, der er witzige Töne entlockte.

Ein gelungener Konzertabend ging nach fast drei Stunden zu Ende.

Nov 252021
 

Liebe Jazzfreunde,
Wir freuen uns, Sie am Sonntag zu unserem Swingin’Together Konzert begrüßen zu dürfen.
Aufgrund von Corona gelten für dieses Konzert die 2g Regeln. Das bedeutet, dass wir nur geimpfte und geheilte Personen einlassen können.
Genießen Sie unser Konzert mit unseren Gästen Scott Hamilton, Bert Boeren und dem Martin Sasse Trio!

Nov 112021
 

Hochkarätiger Jazz erwartet die Gäste beim „Swingin’-Together“-Konzert der Euregio-Big-Band am 28. November (Sonntag) in der Bürgerhalle Gronau. Es ist erneut gelungen, exzellente Musiker zu gewinnen.

Scott Hamilton, Martin Sasse und sein Trio sowie Bert Boeren werden die Euregio-Bigband als Solisten unterstützen und den zweiten Teil des Abends als Combo gestalten.

Stargast an diesem Abend ist Saxofonist Scott Hamilton. Der US-Amerikaner war bereits mehrfach auch beim Jazzfest Gronau zu Gast. Er gilt als führender Vertreter des klassischen Mainstream-Jazz. In den 70er-Jahren begann seine große Karriere mit Joe Eldridge und im Orchester Benny Goodman. Seit den 80er-Jahren ist er regelmäßig auf weltweiten Tourneen zu erleben. Über 40 Alben hat Scott Hamilton eingespielt.

Sein Spiel hat eine einzigartige Handschrift, wie der britische Jazzkritiker Dave Gelly es formulierte: „Einem Solo von Scott Hamilton zu folgen ist, als würde man einem großartigen Gesprächspartner in vollem Gange zuhören. Zuerst die Stimme, der unnachahmliche, sichere Klang seines Tenorsaxofons, dann der informelle Stil und schließlich die erstaunliche Geläufigkeit und beredte Beherrschung der Jazzsprache.“

Stargast Scott Hamilton

Martin Sasse gehört seit vielen Jahren zu den gefragtesten und herausragenden Jazzpianisten in Deutschland. Schon für sein erstes Album „Here We Come“ erhielt er beste internationale Kritiken und war in amerikanischen und japanischen Playlists ganz oben vertreten. Für seine Veröffentlichung „Good Times“ mit Charlie Mariano erhielt den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. 2011 tourte er mit Sting durch Europa und trat beim Montreux Jazz Festival auf. Martin Sasse ist Dozent für Jazzpiano am Institut für Medien und Musik der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf.

Prof. Bert Boeren ist einer der bekanntesten Posaunisten in den Niederlanden. Nach einem klassischen Studium setzte er seine Ausbildung an der Akademie für Jazzstudium in Hilversum fort. Er unterrichtet an den Hochschulen von Amsterdam und Tilburg und lehrte Jazzposaune an der Musikhochschule in Rotterdam. Seit zehn Jahren ist Bert Boeren Mitglied des Jazz Orchestra des Concertgebouws Amsterdam und spielte viele Jahre in der Dutch Swing College Band. Auf CD ist er als Solist des Metropole Radio Orchestra zu hören sowie auf Aufnahmen von Herman Brood, Anouk, Paul Young und anderen.

Geleitet wird die Euregio Bigband von Natalie Schiemann. Sie studierte in der Ukraine Musik mit den Schwerpunkten Klavier und Chorleitung. Schiemann erhielt eine Auszeichnung für ihren Abschluss als Musiklehrerin und bildete sich im Bereich Jazz und Bigband in Workshops weiter.

Einlass zum Konzert ist um 17.30 Uhr. Tickets gibt es im Vorverkauf beim Touristik-Service Gronau und über www.euregio-bigband.de. Im Vorverkauf kosten die Tickets 15 Euro und an der Abendkasse 17 Euro.

https://www.wn.de/muensterland/kreis-borken/gronau/exzellente-musiker-bei-swinging-together-2481883

Okt 222021
 

Scott Hamilton spielt gemeinsam mit der Euregio-Bigband

Weltstar des Swing-Saxofons

In guter Gesellschaft sieht sich die Euregio-Bigband. Sie lädt am 28. November zu einem gemeinsamen Konzertabend mit dem Saxofonisten Scott Hamilton ein.

Scott Hamilton Foto: Gerhard Richter

Saxofonist Scott Hamilton steht im Mittelpunkt des Konzerts „Swinging‘ together“, das die Euregio-Bigband am 28. November in der Bürgerhalle veranstaltet. Hamilton wird sowohl mit der Bigband bei einigen Stücken solieren, als auch mit dem Martin Sasse Trio und dem Posaunisten Bert Boeren als Combo auftreten.

Die Euregio Bigband hat viele Jahre versucht, Scott Hamilton, den letzten Weltstar des Swing-Saxofons, für ein Konzert zu gewinnen. Wir sind froh, dass es uns dieses Jahr gelungen ist.

Tickets ab sofort erhältlich

„Wir sind froh, das er uns dieses Jahr zugesagt hat“, so Organisator Ralf Zurloh von der Euregio-Bigband. Tickets sind ab sofort erhältlich beim Touristik Service und per E-Mail unter info@euregio-bigband.de.

Jazzfan seit der Kindheit

Hamilton wurde 1954 in Providence, Rhode Island, geboren. In seiner frühen Kindheit hörte er viel Jazz durch die umfangreiche Plattensammlung seines Vaters und lernte die Jazzgrößen kennen. Er probierte verschiedene Instrumente aus. Als er ungefähr acht Jahre alt war, hatte er Klarinettenunterricht, der einzige formelle Musikunterricht, den er jemals hatte. Schon in diesem Alter fühlte er sich vom Sound von Johnny Hodges angezogen, aber erst mit 16 Jahren begann er ernsthaft Saxofon zu spielen.

1976 zog er nach New York und bekam über Roy Eldridge einen sechswöchigen Auftritt in Michaels Pub. Eldridge ebnete ihm auch den Weg zur Zusammenarbeit mit Anita O‘Day und Hank Jones. Obwohl es das Ende der alten New Yorker Szene war, waren immer noch viele der Großen aktiv – und Scott Hamilton spielte mit und lernte von ihnen.

Mehr als 40 Alben veröffentlicht

1977 gründete er sein eigenes Quartett, das später ein Quintett wurde. Im selben Jahr hörte Carl Jefferson ihn und begann ihn für sein Concord-Plattenlabel aufzunehmen. Mehr als 40 Alben später nimmt er immer noch für sie auf.

Sein Spiel wurde am besten von Dave Gelly, einem Tenorsaxofonisten und Schriftsteller, beschrieben: „Einem Solo von Scott Hamilton zu folgen, ist wie einem großartigen Gesprächspartner in vollem Gange zuzuhören. Zuerst kommt die Stimme, der unnachahmliche, sichere Klang seines Tenorsaxofons, dann der informelle Stil und schließlich die erstaunliche Geläufigkeit und Beredsamkeit der Jazzsprache.“

Hamilton wurde 2007 bei den Ronnie Scott‘s Jazz Awards als „Ronnie“ für den internationalen Jazz-Saxofonisten des Jahres ausgezeichnet. Kein Wunder, dass er weltweit gefragt ist.

Westfalische Nachrichten

Nov 152020
 

Liebe Musikfreunde,

Angesichts der aktuellen Situation sind wir leider gezwungen, unser Swingin ‚Together-Konzert in diesem Jahr zu überspringen.

Wir freuen uns, Sie im Jahr 2021 begrüßen zu dürfen.

Mai 132020
 

In guter Gesellschaft sieht sich die Euregio-Bigband. Sie lädt am 29. November – im Umfeld der Nachholtermine des Jazzfestes – zu einem gemeinsamen Konzertabend mit dem Saxofonisten Scott Hamilton ein.

Scott Hamilton

Saxofonist Scott Hamilton steht im Mittelpunkt des Konzerts „Swinging‘ together“, das die Euregio-Bigband am 29. November in der Bürgerhalle veranstaltet. Hamilton wird sowohl mit der Bigband bei einigen Stücken solieren, als auch mit dem Martin Sasse Trio und dem Posaunisten Bert Boeren als Combo auftreten.

Die Euregio Bigband hat viele Jahre versucht, Scott Hamilton, den letzten Weltstar des Swing-Saxofons, für ein Konzert zu gewinnen. Wegen langer Vorlaufzeiten bei gleichzeitig kurzfristigen finanziellen Zusagen des Landesmusikrats NRW ist das bislang gescheitert.

Tickets ab sofort erhältlich

„Wir sind froh, das er uns dieses Jahr zugesagt hat“, so Organisator Ralf Zurloh von der Euregio-Bigband. Tickets sind ab sofort erhältlich beim Touristik Service und per E-Mail unter info@euregio-bigband.de.

Nachdem das letztjährige Konzert ausverkauft war, gehen die Organisatoren erneut von einer großen Nachfrage aus. „Nachdem einige hochkarätige Jazzfest-Veranstaltungen ans Jahresende verlegt wurden, sehen wir unser Event gut eingebettet in einer kompakten Gronauer Jazzreihe, sozusagen in „guter Gesellschaft‘,“ so Zurloh. Zumal Hamilton schon mehrfach beim Jazzfestes aufgetreten ist.

Jazzfan seit der Kindheit

Hamilton wurde 1954 in Providence, Rhode Island, geboren. In seiner frühen Kindheit hörte er viel Jazz durch die umfangreiche Plattensammlung seines Vaters und lernte die Jazzgrößen kennen. Er probierte verschiedene Instrumente aus. Als er ungefähr acht Jahre alt war, hatte er Klarinettenunterricht, der einzige formelle Musikunterricht, den er jemals hatte. Schon in diesem Alter fühlte er sich vom Sound von Johnny Hodges angezogen, aber erst mit 16 Jahren begann er ernsthaft Saxofon zu spielen.

1976 zog er nach New York und bekam über Roy Eldridge einen sechswöchigen Auftritt in Michaels Pub. Eldridge ebnete ihm auch den Weg zur Zusammenarbeit mit Anita O‘Day und Hank Jones. Obwohl es das Ende der alten New Yorker Szene war, waren immer noch viele der Großen aktiv – und Scott Hamilton spielte mit und lernte von ihnen.

Mehr als 40 Alben veröffentlicht

1977 gründete er sein eigenes Quartett, das später ein Quintett wurde. Im selben Jahr hörte Carl Jefferson ihn und begann ihn für sein Concord-Plattenlabel aufzunehmen. Mehr als 40 Alben später nimmt er immer noch für sie auf.

Sein Spiel wurde am besten von Dave Gelly, einem Tenorsaxofonisten und Schriftsteller, beschrieben: „Einem Solo von Scott Hamilton zu folgen, ist wie einem großartigen Gesprächspartner in vollem Gange zuzuhören. Zuerst kommt die Stimme, der unnachahmliche, sichere Klang seines Tenorsaxofons, dann der informelle Stil und schließlich die erstaunliche Geläufigkeit und Beredsamkeit der Jazzsprache.“

Hamilton wurde 2007 bei den Ronnie Scott‘s Jazz Awards als „Ronnie“ für den internationalen Jazz-Saxofonisten des Jahres ausgezeichnet. Kein Wunder, dass er weltweit gefragt ist.

Original von Westfälische Nachrichten

Feb 092020
 

Gronau – Musiker aus zwei Ländern, die auf hohem Niveau Bigband-Literatur einstudieren und präsentieren: Das ist die Euregio Bigband. Am Sonntag gab sie gemeinsam mit Gast-Solisten ein Konzert in der Bürgerhalle. Von Martin Borck

Das ist das Schöne am Jazz: die Freiheit zu improvisieren – nicht nur solistisch, sondern auch im Duett. Wenn sich dabei zwei Musiker verstehen, erleben die Zuhörer besondere Höhepunkte der Musik.

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Nov 042019
 

Euregio Bigband gibt am 1. Dezember Konzert in der Bürgerhalle

Hochkarätiger Jazz erwartet die Gäste beim siebten „Swingin‘ Together“-Konzert der Euregio Bigband. Dem Ensemble ist es erneut gelungen, exzellente Musiker zu gewinnen. Sie werden die Band unterstützen und den zweiten Teil des Abends als Combo gestalten. Das Konzert beginnt am 1. Dezember um 18 Uhr in der Bürgerhalle

Euregio Bigband gibt am 1. Dezember Konzert in der Bürgerhalle: Hochkarätiger Jazz

In diesem Jahr sind mit dabei: Kontrabassist John Goldsby, Tenorsaxofonist, Komponist und Arrangeur Paul Heller, Organist John Hondorp , der Trompeter, Komponist und Arrangeur Jan Wessels sowie Schlagzeuger Bruno Castellucci.

John Goldsby ist seit 1994 Bassist der WDR Big Band und Dozent an der Folkwang Hochschule in Essen. Der Amerikaner lebte lange Zeit in New York, wo er auf zahlreichen Bühnen Musikliebhaber begeisterte. Er hat schon mit vielen Jazz-Größen zusammengearbeitet, war Bassist des Soundtracks von „The Cotton Club“ und selbst die New York Times bezeichnet sein Bassspiel als spektakulär.

Auch Paul Heller ist Mitglied der WDR Big Band. Außerdem ist er bei zahlreichen internationalen Projekten in den unterschiedlichsten Quartett- und Quintett Formationen tätig. Er hat zehn CDs unter eigenem Namen produziert und ist auf über 70 CDs als Solist vertreten.

Der Niederländer John Hondorp unterrichtet seit 1987 an der Musikhochschule in Enschede. Seit 2013 ist er Lehrbeauftragter am Institut für Musik der Fachhochschule Osnabrück. Hondorp betreut verschiedene Ensembles und unterrichtet Improvisationsanalyse und Technik.

Jan Wessels studierte Trompete und Arrangieren am Konservatorium in Hilversum. Er ist gefragter Studio- und Sessionmusiker unter anderem für das Jazz Orchestra of the Concertgebouw, The Dutch Jazz Orchestra, The Millennium Jazz Orchestra und das Metropole Orkest. Als Arrangeur arbeitete er u. a. für die Big Band des HR, die NDR Big Band, Metropole Orkest und Herman Brood. Wessels hat an vielen CD-Produktionen mitgewirkt und arbeitet als Dozent in Amsterdam.

Bruno Castellucci aus Brüssel begleitete den Mundharmonikaspieler Toots Thielemans. Er spielte mit Peter Herbolzheimers Rhythm Combination & Brass und anderen Jazzgrößen wie Charlie Mariano, Quincy Jones oder Dianne Reeves.

Geleitet wird die Euregio Bigband von Natalie Schiemann. Sie studierte in der Ukraine Musik mit den Schwerpunkten Klavier und Chorleitung. Schiemann erhielt eine Auszeichnung für ihren Abschluss als Musiklehrerin und bildete sich im Bereich Jazz und Bigband in verschiedenen Workshops u weiter.

Einlass zum Konzert ist um 17.30 Uhr. Tickets gibt es im Vorverkauf beim Touristik-Service Gronau und über www.euregio-bigband.de. Im Vorverkauf kosten die Tickets 15 Euro und an der Abendkasse – wenn noch vorhanden – 17 Euro.

Original von Westfälische Nachrichten

Dez 092018
 

Gronau – Eine Bigband muss swingen und Dynamik entwickeln. Die einzelnen Sektionen müssen miteinander harmonieren. Die Arrangements müssen stimmen. Und eine Bigband muss über gute Solisten verfügen, deren Improvisationen den Sound des Ensembles einerseits ergänzen und andererseits einen Kontrast zum Ensembleklang bilden. Die Euregio Bigband bringt alle diese Voraussetzungen mit, wie die Zuhörer am Sonntagabend in der Bürgerhalle erlebten. Zum sechsten Mal hieß es „Swingin‘ together“. Wobei sich das „together“ auf die Mitglieder des Ensembles selbst bezieht – aber auch auf das Miteinander mit den prominenten Gästen, die sich die Bigband eingeladen hatte. 

Von Martin Borck

Die Euregio Bigband und ihre Gäste sorgten für musikalischen Hochgenuss. Foto: Martin Borck

Zunächst hatte das Orchester unter Leitung von Natalie Schiemann die Bühne für sich allein. Voll bei der Sache, konzentriert, aber mit gebotener Souveränität demonstrierten die Musikerinnen und Musiker viele Klassiker der Bigband-Literatur. Nicht nur typisch swingende Klassiker gab es – nein: auch introvertierte Balladen, schwungvolle Bossa Novas, Stücke aus dem American Songbook und funky Titel. Alles andere als einfache Hausmannskost; anspruchsvolle Literatur wurde da umgesetzt. Bei einigen Titeln unterstützt von den Gastmusikern Tony Lakatos (Saxofon), Bert Boeren (Posaune), Martin Sasse (Piano), Joost van Schaik (Drums) und Henning Gailing (Kontrabass).

Bei Count Basies „Jumping at the Woodside“ versprühten die Musiker Feuer, stimmungsvoll und einfühlsam gaben sie sich beim Titel „How about you“ von Burton Lane, den Dina Niehaus sang. Das Schöne am Jazz: man kann vorhandenes Material wunderbar und nach Belieben durch die Mangel drehen: Die Bigband machte das mit Gershwins „Summertime“. Ein tausendmal gehörtes Stück – doch die Band ließ von der ursprünglich sommerlich-trägen, sanft dahingleitenden Melodie so gar nichts übrig. Die Musiker verliehen der Melodie eine Kraft und Wucht, die aufhorchen ließ.

Mit dem schnellen, anspruchsvollen Arrangement zu „Echale Todas las Ganas“ powerten sich die Musiker so richtig aus – danach waren sie aber auch platt.

Den zweiten Teil des Programms gestalteten die Gastmusiker allein. Und so gut die Bigband-Musiker sind – die Vollprofis sind naturgemäß noch ein Klasse besser. Die Kommunikation untereinander, die wie selbstverständlich wirkende Leichtigkeit bei den Improvisationen, die Nonchalance, mit der vor allem Tony Lakatos Zitate einstreute – das war Jazz pur.

Neue Themen wurden benannten Klassikern wie „Pennies from Heaven“ hinzugefügt. Bert Boeren entführte die Zuhörer mit „Do you know what it means to miss New Orleans“ an die Wiege des Jazz. Welche Urgewalt dem Genre innewohnt, zeigte das Quintett mit „Uh Huh“, bei dem sich die Spieler die Bälle nur so zuwarfen, sie aufnahmen und weiterspielten – große Klasse. Mit dem mitreißenden „Alligator-Boogaloo“ endete das Konzert, das so Geschmack auf die siebte Auflage von „Swingin‘ together“ machte. 

Original von Westfälische Nachrichten

Sep 222018
 

Bereits zum sechsten Mal ist es der Euregio Bigband gelungen, hochkarätige internationale Jazz-Stars zu einem gemeinsamen Konzert unter dem Motto „Swingin ́ Together“ einzuladen. Die erste Hälfte des Programms wird die Euregio Bigband mit den Stars gemeinsam unter der Leitung von Natalie Schiemann gestalten. In der zweiten Hälfte des Abends können Sie sich dann auf die „All-Star“ Combo mit Tony Lakatos, Bert Boeren, Martin Sasse, Henning Gailing und Joost van Schaik freuen.

Am 02. Dezember, um 18.00 Uhr, findet in der Bürgerhalle Gronau die 6. Ausgabe des erfolgreichen Formats statt.

Beginn. 18.00 Uhr Vorverkauf: € 15,-
Einlass: 17.30 Uhr Abendkasse: € 17,-

Vorverkauf bzw. Reservierungen bei:

Touristik-Service Gronau, Bahnhofstraße 45, Gronau  und Tel.: +49 256299006

info@euregio-bigband.de  und  +49 1717412584

Unsere Gäste sind:

Tony Lakatos

Der Saxofonist aus Ungarn ist einer der angesehensten Saxofonisten weltweit. 1979 schloß er sein Studium am Bela Bartok Jazzkonservatorium in Budapest ab. Bis heute hat er an mehr als 350 Albumproduktionen mitgewirkt. Seit 1993 ist Tony Lakatos Mitglied als Solist der HR Bigband. Tony Lakatos war der erste ungarische Musiker, der in den amerikanischen Gavin Report Top Ten mit seinen CD ́s erschien. Berühmt wurden seine Kollaborationen mit Randy Brecker, Kirk Lightsey und Jimmy Scott. 2009 gewann er den Deutschen Schallplattenpreis für seine Interpretation von Porgy & Bess zusammen mit der HR Bigband Frankfurt. Weitere Preise folgten 2014 und 2018. In TV Shows und auf Tourneen mit seiner eigenen Combo tritt er auf der ganzen Welt auf.

Martin Sasse Trio

Martin Sasse gehört seit vielen Jahren zu den gefragtesten und herausragenden Jazzpianisten in Deutschland. Hiervon zeugen viele CD Produktion, Festival- und TV-Auftritte mit ua. Peter Bernstein, Vincent Herring, Al Foster, Gary Campbell, Brian Lynch, Jimmy Cobb, Charlie Mariano, Leo Konitz, Dennis Mackrel uva. Schon für sein erstes Album „Here We Come“ erhielt er beste internationale Kritiken und war in amerikanischen und japanischen Playlists ganz oben vertreten. Für seine Veröffentlichung „Good Times“ mit Charlie Mariano erhielt den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. 2011 tourte er mit Sting durch Europa und trat ua. beim Montreux Jazz Festival auf. Martin Sasse ist Dozent für Jazzpiano am Institut für Medien und Musik der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. 2016 erschien der Jazz-Dokumentarfilm „Blue“ mit Martin Sasse als Protagonisten. In seinem Trio hat er mit Henning Gailing am Bass und Joost van Schaik am Schlagzeug zwei renommierte Musiker an seiner Seite, die ihrerseits eine exzellente Reputation in der Jazzszene haben.

Bert Boeren

Prof. Bert Boeren ist einer der bekanntesten Posaunisten in den Niederlanden. Nach einem klassischen Studium setzte er seine Ausbildung an der Akademie für Jazzstudium in Hilversum fort. Er unterrichtet an den Hochschulen von Amsterdam (CVA) und Tilburg und lehrte Jazzposaune an der Musikhochschule in Rotterdam. Seit 10 Jahren ist Bert Boeren Mitglied des Jazz Orchestra Of The Concertgebouw Amsterdam und spielte viele Jahre in der Dutch Swing College Band. Tourneen und viele Auftritte als Solist führten ihn ua. zum Kobe Jazz Festival, Capetown Jazzfestival ua. Auf CD ist er ua. als Solist des Metropole RadioOrchestra zu hören sowie auf Aufnahmen von Herman Brood, Anouk, Paul Young uva.