In den Medien

 

In guter Gesellschaft sieht sich die Euregio-Bigband. Sie lädt am 29. November – im Umfeld der Nachholtermine des Jazzfestes – zu einem gemeinsamen Konzertabend mit dem Saxofonisten Scott Hamilton ein.

Scott Hamilton

Saxofonist Scott Hamilton steht im Mittelpunkt des Konzerts „Swinging‘ together“, das die Euregio-Bigband am 29. November in der Bürgerhalle veranstaltet. Hamilton wird sowohl mit der Bigband bei einigen Stücken solieren, als auch mit dem Martin Sasse Trio und dem Posaunisten Bert Boeren als Combo auftreten.

Die Euregio Bigband hat viele Jahre versucht, Scott Hamilton, den letzten Weltstar des Swing-Saxofons, für ein Konzert zu gewinnen. Wegen langer Vorlaufzeiten bei gleichzeitig kurzfristigen finanziellen Zusagen des Landesmusikrats NRW ist das bislang gescheitert.

Tickets ab sofort erhältlich

„Wir sind froh, das er uns dieses Jahr zugesagt hat“, so Organisator Ralf Zurloh von der Euregio-Bigband. Tickets sind ab sofort erhältlich beim Touristik Service und per E-Mail unter info@euregio-bigband.de.

Nachdem das letztjährige Konzert ausverkauft war, gehen die Organisatoren erneut von einer großen Nachfrage aus. „Nachdem einige hochkarätige Jazzfest-Veranstaltungen ans Jahresende verlegt wurden, sehen wir unser Event gut eingebettet in einer kompakten Gronauer Jazzreihe, sozusagen in „guter Gesellschaft‘,“ so Zurloh. Zumal Hamilton schon mehrfach beim Jazzfestes aufgetreten ist.

Jazzfan seit der Kindheit

Hamilton wurde 1954 in Providence, Rhode Island, geboren. In seiner frühen Kindheit hörte er viel Jazz durch die umfangreiche Plattensammlung seines Vaters und lernte die Jazzgrößen kennen. Er probierte verschiedene Instrumente aus. Als er ungefähr acht Jahre alt war, hatte er Klarinettenunterricht, der einzige formelle Musikunterricht, den er jemals hatte. Schon in diesem Alter fühlte er sich vom Sound von Johnny Hodges angezogen, aber erst mit 16 Jahren begann er ernsthaft Saxofon zu spielen.

1976 zog er nach New York und bekam über Roy Eldridge einen sechswöchigen Auftritt in Michaels Pub. Eldridge ebnete ihm auch den Weg zur Zusammenarbeit mit Anita O‘Day und Hank Jones. Obwohl es das Ende der alten New Yorker Szene war, waren immer noch viele der Großen aktiv – und Scott Hamilton spielte mit und lernte von ihnen.

Mehr als 40 Alben veröffentlicht

1977 gründete er sein eigenes Quartett, das später ein Quintett wurde. Im selben Jahr hörte Carl Jefferson ihn und begann ihn für sein Concord-Plattenlabel aufzunehmen. Mehr als 40 Alben später nimmt er immer noch für sie auf.

Sein Spiel wurde am besten von Dave Gelly, einem Tenorsaxofonisten und Schriftsteller, beschrieben: „Einem Solo von Scott Hamilton zu folgen, ist wie einem großartigen Gesprächspartner in vollem Gange zuzuhören. Zuerst kommt die Stimme, der unnachahmliche, sichere Klang seines Tenorsaxofons, dann der informelle Stil und schließlich die erstaunliche Geläufigkeit und Beredsamkeit der Jazzsprache.“

Hamilton wurde 2007 bei den Ronnie Scott‘s Jazz Awards als „Ronnie“ für den internationalen Jazz-Saxofonisten des Jahres ausgezeichnet. Kein Wunder, dass er weltweit gefragt ist.

Original von Westfälische Nachrichten

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Gronau – Musiker aus zwei Ländern, die auf hohem Niveau Bigband-Literatur einstudieren und präsentieren: Das ist die Euregio Bigband. Am Sonntag gab sie gemeinsam mit Gast-Solisten ein Konzert in der Bürgerhalle. Von Martin Borck

Das ist das Schöne am Jazz: die Freiheit zu improvisieren – nicht nur solistisch, sondern auch im Duett. Wenn sich dabei zwei Musiker verstehen, erleben die Zuhörer besondere Höhepunkte der Musik.

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Euregio Bigband gibt am 1. Dezember Konzert in der Bürgerhalle

Hochkarätiger Jazz erwartet die Gäste beim siebten „Swingin‘ Together“-Konzert der Euregio Bigband. Dem Ensemble ist es erneut gelungen, exzellente Musiker zu gewinnen. Sie werden die Band unterstützen und den zweiten Teil des Abends als Combo gestalten. Das Konzert beginnt am 1. Dezember um 18 Uhr in der Bürgerhalle

Euregio Bigband gibt am 1. Dezember Konzert in der Bürgerhalle: Hochkarätiger Jazz

In diesem Jahr sind mit dabei: Kontrabassist John Goldsby, Tenorsaxofonist, Komponist und Arrangeur Paul Heller, Organist John Hondorp , der Trompeter, Komponist und Arrangeur Jan Wessels sowie Schlagzeuger Bruno Castellucci.

John Goldsby ist seit 1994 Bassist der WDR Big Band und Dozent an der Folkwang Hochschule in Essen. Der Amerikaner lebte lange Zeit in New York, wo er auf zahlreichen Bühnen Musikliebhaber begeisterte. Er hat schon mit vielen Jazz-Größen zusammengearbeitet, war Bassist des Soundtracks von „The Cotton Club“ und selbst die New York Times bezeichnet sein Bassspiel als spektakulär.

Auch Paul Heller ist Mitglied der WDR Big Band. Außerdem ist er bei zahlreichen internationalen Projekten in den unterschiedlichsten Quartett- und Quintett Formationen tätig. Er hat zehn CDs unter eigenem Namen produziert und ist auf über 70 CDs als Solist vertreten.

Der Niederländer John Hondorp unterrichtet seit 1987 an der Musikhochschule in Enschede. Seit 2013 ist er Lehrbeauftragter am Institut für Musik der Fachhochschule Osnabrück. Hondorp betreut verschiedene Ensembles und unterrichtet Improvisationsanalyse und Technik.

Jan Wessels studierte Trompete und Arrangieren am Konservatorium in Hilversum. Er ist gefragter Studio- und Sessionmusiker unter anderem für das Jazz Orchestra of the Concertgebouw, The Dutch Jazz Orchestra, The Millennium Jazz Orchestra und das Metropole Orkest. Als Arrangeur arbeitete er u. a. für die Big Band des HR, die NDR Big Band, Metropole Orkest und Herman Brood. Wessels hat an vielen CD-Produktionen mitgewirkt und arbeitet als Dozent in Amsterdam.

Bruno Castellucci aus Brüssel begleitete den Mundharmonikaspieler Toots Thielemans. Er spielte mit Peter Herbolzheimers Rhythm Combination & Brass und anderen Jazzgrößen wie Charlie Mariano, Quincy Jones oder Dianne Reeves.

Geleitet wird die Euregio Bigband von Natalie Schiemann. Sie studierte in der Ukraine Musik mit den Schwerpunkten Klavier und Chorleitung. Schiemann erhielt eine Auszeichnung für ihren Abschluss als Musiklehrerin und bildete sich im Bereich Jazz und Bigband in verschiedenen Workshops u weiter.

Einlass zum Konzert ist um 17.30 Uhr. Tickets gibt es im Vorverkauf beim Touristik-Service Gronau und über www.euregio-bigband.de. Im Vorverkauf kosten die Tickets 15 Euro und an der Abendkasse – wenn noch vorhanden – 17 Euro.

Original von Westfälische Nachrichten

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Gronau – Eine Bigband muss swingen und Dynamik entwickeln. Die einzelnen Sektionen müssen miteinander harmonieren. Die Arrangements müssen stimmen. Und eine Bigband muss über gute Solisten verfügen, deren Improvisationen den Sound des Ensembles einerseits ergänzen und andererseits einen Kontrast zum Ensembleklang bilden. Die Euregio Bigband bringt alle diese Voraussetzungen mit, wie die Zuhörer am Sonntagabend in der Bürgerhalle erlebten. Zum sechsten Mal hieß es „Swingin‘ together“. Wobei sich das „together“ auf die Mitglieder des Ensembles selbst bezieht – aber auch auf das Miteinander mit den prominenten Gästen, die sich die Bigband eingeladen hatte. 

Von Martin Borck

Die Euregio Bigband und ihre Gäste sorgten für musikalischen Hochgenuss. Foto: Martin Borck

Zunächst hatte das Orchester unter Leitung von Natalie Schiemann die Bühne für sich allein. Voll bei der Sache, konzentriert, aber mit gebotener Souveränität demonstrierten die Musikerinnen und Musiker viele Klassiker der Bigband-Literatur. Nicht nur typisch swingende Klassiker gab es – nein: auch introvertierte Balladen, schwungvolle Bossa Novas, Stücke aus dem American Songbook und funky Titel. Alles andere als einfache Hausmannskost; anspruchsvolle Literatur wurde da umgesetzt. Bei einigen Titeln unterstützt von den Gastmusikern Tony Lakatos (Saxofon), Bert Boeren (Posaune), Martin Sasse (Piano), Joost van Schaik (Drums) und Henning Gailing (Kontrabass).

Bei Count Basies „Jumping at the Woodside“ versprühten die Musiker Feuer, stimmungsvoll und einfühlsam gaben sie sich beim Titel „How about you“ von Burton Lane, den Dina Niehaus sang. Das Schöne am Jazz: man kann vorhandenes Material wunderbar und nach Belieben durch die Mangel drehen: Die Bigband machte das mit Gershwins „Summertime“. Ein tausendmal gehörtes Stück – doch die Band ließ von der ursprünglich sommerlich-trägen, sanft dahingleitenden Melodie so gar nichts übrig. Die Musiker verliehen der Melodie eine Kraft und Wucht, die aufhorchen ließ.

Mit dem schnellen, anspruchsvollen Arrangement zu „Echale Todas las Ganas“ powerten sich die Musiker so richtig aus – danach waren sie aber auch platt.

Den zweiten Teil des Programms gestalteten die Gastmusiker allein. Und so gut die Bigband-Musiker sind – die Vollprofis sind naturgemäß noch ein Klasse besser. Die Kommunikation untereinander, die wie selbstverständlich wirkende Leichtigkeit bei den Improvisationen, die Nonchalance, mit der vor allem Tony Lakatos Zitate einstreute – das war Jazz pur.

Neue Themen wurden benannten Klassikern wie „Pennies from Heaven“ hinzugefügt. Bert Boeren entführte die Zuhörer mit „Do you know what it means to miss New Orleans“ an die Wiege des Jazz. Welche Urgewalt dem Genre innewohnt, zeigte das Quintett mit „Uh Huh“, bei dem sich die Spieler die Bälle nur so zuwarfen, sie aufnahmen und weiterspielten – große Klasse. Mit dem mitreißenden „Alligator-Boogaloo“ endete das Konzert, das so Geschmack auf die siebte Auflage von „Swingin‘ together“ machte. 

Original von Westfälische Nachrichten

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Gronau – 

Was als erstes auffällt beim Konzert der Euregio-Bigband, ist der ausgewogene Sound. Ganz gleich, ob eine sanfte Ballade oder ein funkiges Stück gespielt wird – die Sektionen sind ausgezeichnet aufeinander abgestimmt.

Von Martin Borck

Was als erstes auffällt beim Konzert der Euregio-Bigband, ist der ausgewogene Sound. Ganz gleich, ob eine sanfte Ballade oder ein funkiges Stück gespielt wird – die Sektionen sind ausgezeichnet aufeinander abgestimmt. Gerade dieser kompakte Klang der gesamten Band bildet die Voraussetzung für das Spiel mit Klangfarben und Dynamik, wenn sich die einzelnen Instrumentengruppen voneinander absetzen, mit- und gegeneinander spielen, einander herausfordern und wieder zusammenkommen.

Die Euregio-Bigband präsentierte am Sonntagabend in der Bürgerhalle eine große Bandbreite an Stilen. Wunderbare Klassiker wie „Song for my Father“ von Horace Silver zum Beispiel, das mit cooler Lässigkeit und in unaufgeregtem Duktus dargeboten wurde. Dina Niehaus‘ Stimme zu „Night and Day“ bekam eine instrumentale Samthülle, bei Piazzollas „Oblivian“ bauschte sich der Sound des Orchesters rund um den sanften Ton des Flügelhorns auf.

Doch die Band konnte auch anders: „Fun Time“ zum Beispiel, eine Komposition von Sammy Nestico, kam im temporeichen und scharfen Arrangement von Count Basie daher. Und der Basie-Boogie lässt schon vom Titel erahnen, dass es rasant zugeht. Natia Amiredshibi ließ die Tasten ihres E-Pianos tanzen.

Die Solisten der Band machten allesamt eine gute Figur. Selbstbewusst improvisierten sie über die Harmonien der Standards und offenbarten dabei Ideenreichtum und technisches Können. Natalie Schiemann, die mit herausfordernden Gesten agierte, als musikalische Leiterin konnte mehr als zufrieden sein.

So gut die Solisten ihre Sache auch machten – die fünf Gastmusiker sind Vollprofis, und das merkte man an ihrem Standing. Florian Weber (Piano), Jonas Burgwinkel (Schlagzeug), Phil Donkin (Bass), Johan Hörlen (Saxofon) und Ludwig Nuss (Posaune) stiegen nach und nach als Rhythmusgruppe und Solisten bei der Band ein. Welche kreativen Kräfte in ihnen schlummern, zeigte sich im zweiten Teil des Konzerts, als sie als Quintett auf der Bühne standen. Burgwinkel führte sich gleich als unglaublich beweglicher Taktgeber ein, Donkin agierte als Impulsgeber im Hintergrund und Weber elektrisierte mit heftigem Drive – bis sogar der Schemel unter ihm zusammenbrach und er auf dem Rücken landete. Die beiden Bläser stiegen ein, und es entwickelte sich ein nervöses Stück im Bebop-Stil. Mit „Body and Soul“ geriet ihr Auftritt wieder in ruhigeres Fahrwasser. Ein aufregendes Jazz-Konzert ging zu Ende. Martin Borck

http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Borken/Gronau/3078777-Euregio-Bigband-und-Gaeste-in-der-Buergerhalle-Kompakter-Sound

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